“Do Not Track” –Vorstoß gegen personalisierte Werbung

Allgemein

Der Heilige Gral aller Werber ist das Eins-zu-Eins-Marketing, die punktgenau zugeschnittene Werbung für den potenziellen Kunden. Dafür wäre das Internet perfekt – wenn sich die Zielgruppen nicht wehren würden.

Von Werbeeinblendungen, die thematisch nach dem Surf-Verhalten von Usern ausgesucht sind, haben zumindest in den USA genügend Leute die Nase voll und so haben neuen Daten- und Kundenschützer-Organisationen der Aufsichtsbehörde Federal Trade Commission einen Vorschlag für eine „Do Not Track“-Liste vorgelegt.

Analog zum „Do Not Call”-Register, in das man sich eintragen kann, wenn man keine telefonische Werbeversuche erdulden möchte, soll man dort hinterlassen, dass man keine personalisierte Anzeigen sehen möchte.

Die Werbeindustrie hält dagegen, dass diese Forderung zum einen völlig überzogen und zum anderen technisch nur schwer zu realisieren sei, nämlich entweder durch Modifizierung von Browsern oder ein Add-On. Wie auch immer die FTC auf die Initiative reagieren wird, sagt noch nichts über den tatsächlichen Ausgang des Konflikts aus – den wird letztlich der Gesetzgeber entscheiden. [gk]
Washington Post