USA: Tanken per Fingerabdruck (Kommentar)

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Wenn die Privatsphäre ohnehin perdu ist, dann kann man auch gleich seinen Fingerabdruck an der Tanke hinterlassen, denkt Shell.

In Chicago versucht nun die erste Tankstelle, die Autofahrer per Fingerabdruck bezahlen zu lassen. So müssen sie den beschwerlichen Weg von der Zapfsäule zur Kasse nicht mehr unternehmen. Was Shell als Service am Kunden verkaufen will, hat natürlich ein paar Schwachstellen im Gedankengebäude. A) Wollen bestimmt nicht alle Kunden weltweit ihre Fingerabdrücke bei Tankstellen und Kreditkartenfirma hinterlegen. Aus prinzipiellen Bürgerrechtsgründen und weil B) die digital hinterlegten Fingerabdrücke gut von Cyberkriminellen geklaut und missbraucht werden können. C) Außerdem vergisst die Mineralölgesellschaft, dass die Tankpächter heute mehr von den Verkäufen (Snacks, Kaffee, Bier & Brause) leben. Wer nicht mehr zur Kasse muss, wird auch weniger davon kaufen. Oder sind das jetzt die Selbstheilungskräfte der Natur? Nach dem Muster: wenn Shell weniger Umsatz an der Tanke macht, sind sie künftig auch weniger in der Lage, alte Ölplattformen im Meer zu verklappen? (rm)

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