OLPC: Uruguay wird erster Großkunde, Classmate liegt weiter vorne

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Uruguay ist das erste Land, das eine Großbestellung für den einstigen „100-Dollar-Laptop“ abgegeben hat, dessen Preis inzwischen bei 188 Dollar liegt. Microsoft und Intel allerdings haben mit ihrem Konkurrenzprodukt offenbar noch wesentlich höhere Orders eingefahren.

So freudig erregt sich OLPC-Gründer Nicholas Negroponte darüber zeigt, dass Uruguay 100.000 seiner Billigrechner gekauft hat und bis 2009 weitere 300.000 abnehmen will, so besorgt dürfte er sein, dass auch Intel und Microsoft mit dem Classmate-PC, der im direkten Wettbewerb zum OLPC steht, bemerkenswerte Geschäftsabschlüsse melden.

Bereits im August hat Libyen 150.000 Geräte bestellt, nachdem schon im April die pakistanische Allama Iqbal Open University 700.000 Stück geordert hatte. Bisher hatte Libyen eher als potenzieller OLP-Kunde gegolten.

Der Classmate, dessen Auslieferung nach Libyen bereits letzten Monat begonnen hat, kostet in der Herstellung 200 Dollar und ist ebenfalls für Kinder in Schwellen- und Entwicklungsländern gedacht. Welchen Preis Libyen zahlt, wollte die Intel-Sprecherin nicht preisgeben; subventioniert würden die Rechner aber nicht. Als nächsten Classmate-Kunde meldet Intel Nigeria, wobei hier weder der Lieferumfang bekannt ist noch klar ist, ob das Betriebssystem Windows oder Linux heißen wird. [gk]

Yahoo/Reuters

BBC