Google veröffentlicht seinen “Facebook-Killer”

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Ein neuer Standard namens “OpenSocial” soll Entwicklern erlauben, ihre Web-Applikationen auf beliebigen Websites per Widget-Drag&Drop zu veröffentlichen.

Erst schnappte Microsoft dem Web-Konkurrenten Google Anteile und Einfluss auf Facebook weg, dann hieß es, Googles eigenes Social-Networking-Projekt “Makamaka” verspäte sich. Das alles ficht den Suchgiganten nicht an, und nun zeigt er es den Meinungsmachern:

Mit seinem “”OpenSocial system” gibt er Entwicklern standardisierte Tools zur Integration ihrer Applikationen in vielen Websites an die Hand.

So können nun auch kleine Firmen ihre Anwendungern über zahlreiche Sites ohne große Anpassung verteilen. Auch Entwickler, die bislang Widgets für Facebook herstellten, seien von Googles neuen Angeboten angetan, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters: Man könne seine Applikationen nun auch auf vielen anderen Seiten veröffentlichen und sei nicht mehr an ein einziges soziales Netz gebunden.

Joe Kraus, Googles oberster Produktmanager, erklärte in einem Interview, ein offener Standard für Software-Einbettung in Websites würde dazu beitragen, das Web “sozialer” zu machen. Es seien bereits zahlreiche Web-Partner an Bord, etwa das Business-Netz LinkedIn, der eigene Dienst Orkut und das Freundschaftsnetzwerk Friendster. Viele Entwickler hätten bereits ihre Mitarbeit angekündigt.

Seit Facebook im Mai sein Netzwerk für Enwickler öffnete, ist der Dienst auf 48 Millionen Nutzer gewachsen. Nun tritt Google frontal dagegen an. Insider nehmen an, dass der Suchmaschinengigant den Konkurrenten von Facebook zuvorkommen wollte, die erst am 6. November veröffentlichen wollen, was sie mit Microsofts Finanzspritze anfangen werden. (mk)

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