Zeitschriftenverleger: Hoffen auf den Online-Markt

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Die deutschen Verbraucher müssen 2008 mehr für Strom und Miete ausgeben. Da dürfte der Kauf mancher Magazine auf der Strecke bleiben. Nun richten die Verleger ihre Hoffnung aufs Internet.

Allheilmittel Web: Erst wanderten die Kleinanzeigen ins Internet – die Verlage eilten hinterher – nun begnügen sich immer mehr gebeutelte Verbraucher mit Online-Lektüre, statt teure Hochglanzmagazine zu kaufen. Die Zeitschriften folgen verstärkt ihren Lesern dorthin, um weiter mit ihnen Geld zu verdienen.
Der Verband der Zeitschriftenverlage VDZ glaubt, dass sich 2008 die bisherigen Web-Investitionen seiner Mitglieder auszahlen könnten. Das habe die aktuelle Herbstumfrage des Verbandes ergeben. Dank des wachsenden Internet-Geschäfts rechnen 46 Prozent der Verlage damit, im nächsten Jahr besser zu fahren als 2006. Damals hatte die Branche insgesamt 7,6 Milliarden Euro umgesetzt.
Dass man keine freudigeren Nachrichten überbringen konnte, liegt nach Ansicht des VDZ-Geschäftsführers Wolfgang Fürstner an Deutschland:  “Leider geht der gesamtwirtschaftliche Aufschwung noch an den privaten Haushalten vorbei.” Wachstum sehen die Zeitschriftenverlage daher nur im Online-Bereich: 57 Prozent der Unternehmen glauben (und hoffen), dass 2008 ihre Umsätze steigen werden. Bis 2010 soll sich der Umsatzanteil des Online-Geschäfts (4,6 Prozent in 2006) auf über 12 Prozent fast verdreifachen. (rm)

DWDL