Wirtschaftsministerium will Breitbandlücken schließen

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Auf dem Land hat man kaum schnellen Internet-Zugang – noch. Nun hat das BMWi erst einmal hat man eine Arbeitsgruppe eingerichtet, um zusammen mit Vertretern von IT- und Telekommunikationsbranche auszuloten, was man dagegen tun kann.

Die Breitbandversorgung in Deutschland ist mangelhaft, wie der Internetverband eco schon vor längerer Zeit angemahnt hat – das ist jetzt auch in Berlin angekommen: Die Bundesregierung wolle die “Schließung von Lücken bei der Breitbandversorgung vorantreiben”, erklärte der parlamentarische Staatssekretär des Bundeswirtschaftsministeriums, Peter Hintze, heute in Berlin.

Alternative Technologien stünden bereit, um das Potenzial der Breitbandnutzung in Deutschland zu steigern, verlautbarte Hintze. Man wolle das “mit großem Nachdruck” vorantreiben. Im Rahmen einer “gemeinsamen und koordinierten Kraftanstrengung mit TK-Branche und Vertretern der Länder” wolle man bei der flächendeckenden Versorgung des Landes kommendes Jahr deutliche Verbesserungen erreichen.

Über andere Techniken als DSL habe sich die Anzahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland immerhin mehr als versiebenfacht, rechnet Hintze vor. Und dennoch sei Deutschland hier im Vergleich zu anderen europäischen Staaten noch auf sehr niedrigem Niveau stehengeblieben: DSL-Alternativen würden hierzulande gerade mal bei unter einer Million Anschlüssen genutzt – in Großbritannien seien es schon 3 Millionen..Und eine ganze Millioen Haushalte habe zurzeit noch gar keine Breitband-Anschlussmöglihkeit – und das, obwohl tragfähige DSL-Alternativen machbar seien. Man lote nun mit einer Arbeitsgruppe aus ITK-Verbänden, Deutscher Telekom, Vertretern der Länder, kommunaler Spitzenverbände und weiteren Teilnehmern “alle Handlungsoptionen zur Verbesserung der Flächenabdeckung” aus.

Wieso man zu “alternativen Technologien” ausgerechnet die Deutsche Telekom mit ins Boot holte, lässt Experten erst einmal den Kopf schütteln – aber vielleicht hat man dort ja noch einiges in den Schubladen, was nur aus Kostengründen noch nicht angefasst wurde. Mit Finanzspritzen des Wirtshaftsministeriums könnte vielleicht sogar die schwerfällige Telekom etwas “hervorzaubern”. (mk)

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