USA: Porno statt Partner

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In Amerika ersetzt das Internet zunehmend die Liebesbeziehung. Und hier ist nicht die Rede von den Singles!

Jene US-Bürger, die in einer Partnerschaft leben, greifen schon zu einem Viertel lieber zur Maus, statt sich dem Partner in die Augen zu schauen. Das fanden die Marktforscher vom Institut Zogby heraus. Unter Singles ist dieser Wert naturgemäß noch höher: 31 Prozent – Männer wie Frauen – geben zu: ja, das Internet könne eine Liebesbeziehung ersetzen. Ob es an den Chatrooms und Pornoseiten liegt?
Auf jeden Fall suchen die Amerikaner nicht mehr so heftig in Flirtbörsen nach realen Partnern, sondern gehen mehr auf die Suche nach einem virtuellen Gegenüber und nutzen Social Networks, 3D-Welten wie auch Online-Games, um hier Seelenverwandte zu finden. Das bestätigt eine Studie der Handelshochschule Leipzig, die vor allem Second Life als Kontaktbörsen-Ersatz ausgemacht habe. Die Zogby-Umfrage zeitigte übrigens noch recht bizarre Ergebnisse: So würden sich 11 Prozent der Amerikaner gerne einen Chip einpflanzen lassen, um direkt über ihr Gehirn Zugang zum Internet zu haben. Knapp jeder fünfte würde sogar seinem Kind einen Chip implantieren lassen, um es jederzeit orten zu können. Zehn Prozent der Befragten behaupteten, dass das Internet sie näher zu Gott gebracht habe (wow, der Bible-Belt ist nun online), während 6 Prozent glauben, sich aufgrund moderner Technologien weiter von Gott entfernt zu haben. Schon jeder vierte Befragte verfügt über ein Profil auf einer Social-Network-Seite wie MySpace oder Facebook. Bei den 18- bis 24-Jährigen liegt der Anteil gar bei 78 Prozent. (rm)

pte