Das Gezerre um BEA Systems (Update)

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Jetzt mischt sich auch noch der berühmtberüchtigte Großinvestor Carl Icahn in die turbulente Firmenübernahme ein.

Oracle hatte sich das so schön (und einfach) vorgestellt: eine respektable Summe von 6,7 Milliarden Dollar bieten und schnell mal ein weiteres Software-Haus ins eigene Portfolio integrieren. Dann kam aber die unerwartete Abfuhr von BEA Systems (wir berichteten), man halte sich für wertvoller. Mittlerweile beschriftete die Firma auch ihre eigenes Preisschild: 8,2 Milliarden Dollar (5,86 Mrd. Euro) sei man sich schon wert. Antwort von Oracle: Ein Ultimatum! Bis Sonntagabend (unserer Zeit) gelte unverändert das ursprüngliche Angebot, danach sei es vom Tisch und man kehre der störrischen Firma (angeblich) den Rücken.
Indes forderte der schillernde Großinvestor Carl Icahn das Management von BEA Systems dazu auf, gefälligst die Aktionäre über eine Annahme des Angebots entscheiden zu lassen. Icahn dringt auf einen Verkauf des Entwicklers von Business-Management-Lösungen.
In einem Brief an das BEA-Führungsgremium betonte auch Oracle-Manager Charles Phillips noch mal, dass niemand ernsthaft in Erwägung ziehe, die geforderten 8,2 Milliarden für das Unternehmen zu zahlen. Überhaupt hat bislang keine andere Firma offiziell Interesse an BEA bekundet. SAP winkte gleich ab. (rm)

Reuters

Oracle-Offerte: BEA fühlt sich billig