Galileo greift nach den Sterntalern

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Späte Rache eines Astronomen? Nein, eher Brüsseler Misswirtschaft. Das Satelliten-Navi-System wird wieder mal teurer.

Galileo, als Konkurrenz zum US-amerikanischen GPS konzipiert, entwickelt sich von einer stellaren Geschäftsidee zu einem schwarzen Finanzloch. Nachdem so gut wie alle kommerziellen Unternehmen aus der Finanzierung des erdumspannenden Navigationssystems ausgestiegen sind, findet der Griff nach den Sternen erst einmal in den Taschen der EU-Steuerzahlen statt. In der ersten Lesung des nächstjährigen EU-Haushalts war von 890 Millionen Entwicklungskostenzuschuss zu hören. Ursprünglich war von 150 Millionen die Rede gewesen. Aber halt, das alles ist ja um eine Dimension kleiner als die schwarzen Kassen eines einzelnen deutschen Elektroartikelherstellers. Dann ist ja doch noch Hoffnung. [fe]

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