Musikindustrie blüht in Brasilien

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Piraterie macht alle Beteiligten reich, freies Kopieren führt zu beachtlichen Umsätzen.

In Brasilien blüht derzeit die Musikbranche. Nicht nur der aktuelle ” tecnobrega”-Stil ist es, der für Begeisterung sorgt, sondern das hoch-effiziente Vertriebsmodell. Die Musiker und Produzenten in der Tecnobrega-Hochburg Belem haben eingesehen, dass freies Kopieren und der Strassenberkauf von Bootlegs das Beste ist, was ihnen passieren kann. Auf diesem Weg hören Millionen ihre Musik. In der Hafenstadt werden umgerechnet monatlich fünf Millionen US-Dollar mit Musik verdient, ein Musiker bekommt das mehrfache des Arbeitereinkommens, die führende Gruppe dieser Musikrichtung, Banda Calypso, hat nach eigenen Angaben bereits mehr als vier Millionen Vollpreis-CDs verkauft. Demgegenüber erklärte die brasilianische National Anti-Piracy Association, Tecnobrega sei eine unbedeutende Musikströmung, Piraterie würde im grössten südamerikanischen Land jährlich zwei Millionen Arbeitsplätze vernichten und 15 Milliarden US-Dollar Steuerausfälle verursachen. Der geschätze Inquirer-Leser möge sich hier sein eigenes Urteil bilden. [fe]

CNN