Microsoft und Google ringen um Facebook

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Mark Zuckerberg ist der Mann der Stunde. Der Facebook-Gründer wird umschmeichelt von zwei der potentesten Konzernen der Welt. Da geht ihm bestimmt einer ab. (Sorry!)

Das dürfte der feuchte Traum eines jeden Jungunternehmers sein: Etwas mit ein paar Freunden auf die Beine stellen – und nach ein paar Quartalen des Rödelns klopfen Microsoft und Google an, um sich gegenseitig beim Milliarden-Poker zu überbieten. Genau das geht bei Facebook gerade ab. Doch Zuckerberg verkauft nicht, jedenfalls nicht sofort. Ist der Junge nun clever oder übermütig? Jedenfalls verhandelt er mit den Emissären von Microsoft und nun auch Google über den Kauf von etwa 5 bis 10 Prozent seiner Firma. Das Ergebnis der geheimen Sitzungen soll innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden der Öffentlichkeit präsentiert werden, heißt es aus seinem Umfeld.
Ob Google nun ein ähnlicher Coup gelingt wie seinerzeit schon bei Doubleclick? Sprich, Microsoft schießt den Kandidaten übernahmereif, während Google in letzter Minute herbeistürmt und den ihn mit vielen Milliarden in sein Reich lockt? Möglich, denn Google schickte wieder Tim Armstrong ins Rennen, der Microsoft schon mal aus einem Deal mit AOL verdrängt hatte. Äußerte sich deshalb schon mal MS-Bigboss Steve Ballmer vorsorglich herablassend über Social Networking? Aber Microsoft bräuchte einen echten Web-2.0-Auftritt wie Facebook – und kann es sich nicht leisten, schon wieder Google mit der Beute davonziehen zu lassen. Also wird man Geld bieten, dass die Schwarte kracht. Andererseits: Google ist für jeden Partner einfach attraktiver. Auch, wenn Steve Ballmer keine hässliche Brille trägt und jedem gerne seine offene Meinung kundtut. Ungefragt. (rm)

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