Ballmer: “Mobilfunkfrequenzen sind nichts für uns”

SoftwareUnternehmen

Microsofts CEO Steve Ballmer hat sich zu den Gerüchten um eine mögliche Beteiligung des Softwareriesen an der Versteigerung von Mobilfunkfrequenzen geäußert.

Microsofts Rivale Google ist sicher mit im Boot. Bei der Versteigerung des 700-Megahertz-Spektrums wird der Suchmaschinengigant mindestens 4,6 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen, um sich ein Stück des Kuchens zu sichern. Microsoft ist allem Anschein nach nicht mit von der Partie. “Was bringt uns ein Stück des Spektrums in einem Land?”, wundert sich Microsofts CEO Steve Ballmer in einem Pressegespräch, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, “Es würde nur die Telekommunikationsindustrie verärgern”.

Die 700-Megahertz-Frequenzen werden derzeit vom analogen Fernsehen genutzt und zeichnen sich vor allem durch große Reichweite und die Fähigkeit, selbst durch dicke Wände zu strahlen, aus. Im Jahre 2009 wird der Fernsehempfang in den USA von analog auf digital umgestellt, wodurch die Frequenzen frei werden und deswegen nun zu haben sind.

Googles Chef Eric Schmidt überraschte die IT-Industrie Anfang dieses Jahres mit der Bekanntgabe, sich an der Versteigerung der Mobilfunkfrequenzen beteiligen zu wollen. Microsoft möchte sich in nächster Zeit erstmal auf seine Windows Mobile Plattform konzentrieren, andere große Handyprojekte seien momentan nicht geplant, meint Ballmer. (mr)

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen