Identitätsdiebstahl: Geht auch ohne Internet

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Das wird den ständig um die Sicherheit des Bürgers besorgten Politikern, die aus eben diesem Grund unbedingt Einblick in die Tiefen seines Computers gewinnen wollen, gar nicht schmecken: Eine US-Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die meisten Straftäter im Bereich Identitätsdiebstahl sich relativ simpler Mittel bedienen.

Das Center for Identity Management and Information Protection (CIMIP) der University of Ithaka hat Akten des Secret Services zu abgeschlossenen Fällen unter die Lupe genommen und festgestellt, dass Identitätsdiebe ihrer beruflichen Tätigkeit im wesentlichen nach wie vor auf traditionelle Art und Weise nachgehen, indem sie Schneckenpost stehlen und Müll durchwühlen.

Da bei der Untersuchung das Internet großzügig mit anderen technischen Hilfsmittel zusammengelegt wurde (wie Fotokopierer, Schreibmaschine Digitalkamera, Telefon, Fax etc.), ergibt sich zwar, dass in der Hälfte aller Fälle besagte Gerätschaften eingesetzt wurden; das Internet selbst war jedoch nur in zehn Prozent aller Fälle das Einfallstor zum Identitätsdiebstahl.

Was uns wieder mal zeigt, dass der Hacker im Zweifelsfall weniger gefährlich ist als ein Müllmann mit krimineller Energie. [dj]

Ars Technica