Will Google jetzt noch Facebook kaufen?

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Obwohl Facebook-Anzeigen von Mirosoft vermarktet werden und sich das soziale Netz bisher gegen Übernahmen sträubt, richtet sich Google schon mal mit Anwendungen dort ein – als Moskito für Microsofts Kaufgelüste bei Facebook.

Facebook, das als Web-2.0-Community von Studenten startete und mittlerweile ein Portal ist, auf dem jeder Nutzer eigene Applikationen per Widget integrieren kann, ist der schnellst wachsende Web-Dienst des vergangenen Jahres und verzeichnet mittlerweile 48 Millionen Mitglieder.

Gerüchte, Microsoft oder andere Investoren seien an Facebook interessiert, wurden immer wieder als “Gerede” deklariert. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg lehnte bislang ausdrücklich alle Angebote ab – er wolle noch nicht einmal an die Börse gehen (was zur Zeit der US-Bankenkrise ohnehin nicht ratsam ist).

Man habe jedoch Google-Gründer Sergey Brin mit einem Partner des Facebook-Investor Greylock gesehen, hieß es in verschiedenen Gerüchte-Weblogs – und schon verbreiteten sich Meldungen, Google wolle Facebook für rund 15 Milliarden Dollar erwerben.

Ob dies stimmt, bleibt dahingestellt. Richtig ist jedoch, dass Google selbst ein Widget für Facebook bereitstellt, mit dem jeder Facebook-Nutzer die Google News in seine Seiten einbinden kann. Nutzer können dazu eigene Nachrichtenrubriken einrichten und Meldungen mit anderen Nutzern tauschen – wie alle Google-Neuheiten kommt dies erst einmal als “Beta”.

Das Venture-Capital-Magazin VentureBeat berichtet zudem, Google suche Anbieter von Facebook-Applikationen, die AdSense-Anzeigen in ihre Applikationen integrieren wollten. Auch das ist ein ärgerlicher Mückenstich in Richtung Microsoft: Facebook lässt den Anzeigenverkauf bislang über den Software-Riesen abwickeln, doch Google will über die Facebook-Nutzer ins Geschäft des sozialen Netzes einsteigen. (mk)

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