US-Provider im Blockierungsrausch

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Zuerst waren es Peer-To-Peer-Anwendungen, jetzt sind es Groupware- und Emailprogramme.

Der US-Internetprovider Comcast steht im Brennpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit. Zuerst stellten einzelne Surfer Unregelmässigkeiten bei Dateiübertragungen fest, dann testete die Nachrichtenagentur Associated Press den Comcast-Service und fand heraus, dass BitTorrentübertragungen unterbunden würden, nun hält die Electronic Frontier Foundation den Telekomkonzern unter Dauerbeobachtung. Mit Erfolg: es stellte sich heraus, dass Comcast auch den verbreiteten Email- und Groupwareclient Lotus Notes stört und elektronische Post über einer gewissen Grösse einfach nicht zustellt. Ob sich etwa Lotus-Entwickler IBM geweigert hat, das monatliche Schutzgeld zu entrichten? Weitere Entdeckungen in dieser Art werden erwartet. Comcast liefert damit handfeste Argumente für eine gesetzliche Festschreibung der Netzneutralität, also des Prinzips, dass Telekomkonzerne den Inhalt der Internetkommunikation nicht antasten dürfen. [fe]

Ars Technica