Japaner korrigieren Ziele für Glasfaser-Ausbau deutlich nach unten

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Der japanische Telekommunikationskonzern NTT reagiert auf die zu langsam wachsenden Nutzerzahlen und kappte die Ziele für die Kundengewinnung um ganze 10 Millionen.

Offenbar surfen viele Japaner schon schnell genug: NTT musste seine Prognosen, wie viele Kunden man mit dem Ausbau des Glasfasernetzes erreichen könne, nach unten korrigieren. So wurden aus den anvisierten 30 Millionen bis 2010 plötzlich nur noch 20 Millionen. Die Ziele, mit Breitbanddiensten über Glasfaser mehr Kunden zu erreichen, wurden zu hoch gesteckt. Die japanische Wirtschaftszeitung Nikkei berichtet nun (Artikel zahlungspflichtig), dass das NTT-Management seine Erwartungen deutlich senkt.

Schon in den vergangenen Jahren hat die Firma ihre Wachstumsziele nicht erreicht, und auch im letzten Geschäftsjahr sei das Kundenwachstum moderat gewesen, berichtet die Zeitung. Man müsse das Geschäftsmodell an andere Voraussetzungen anpassen, habe das Konzernmanagement gegenüber der Zeitung erklärt.

Das japanische Telekommunikationsministerium, das bis Ende 2010 eine vollständige Glasfaser-Abdeckung des Landes erreichen wollte, muss nun auch zurückstecken – schließlich hat NTT bei Breitband in Japan einen Marktanteil von über 60 Prozent. (mk)

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