Comcast blockiert P2P-Traffic

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Der US-Kabelnetzbetreiber bremst Bittorrent und andere Filesharing-Protokolle aus – verursacht damit aber auch Kollateralschäden.

Wie die Nachrichtenagentur AP in der vergangenen Woche feststellte, behindert der US-Kabelnetzbetreiber Comcast Filesharing-Aktivitäten in seinen Netzen. Dabei werden laut Electronic Frontier Foundation (EFF) größere Mengen gefälschter TCP-Pakete eingespeist, die dem Client eine ungültige Paketsequenz vortäuschen. Downloads sind zwar AP zufolge weiterhin möglich, da jedoch Uploads unterbunden werden, ist das Filesharing-Netz entscheidend geschwächt.

Nachdem es ursprünglich so aussah, als würde nur Bittorrent-Traffic blockiert, scheinen nach weiteren Tests der EFF auch noch andere Dienste wie Gnutella betroffen zu sein. Zudem haben Comcasts Manipulationen offenbar auch unerwünschte Nebeneffekte und behindern beispielsweise Lotus Notes. Werden größere Dateianhänge versendet, bricht die Verbindung wegen der gefälschten TCP-Pakete von Comcast ab. (dd)

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