Was machen die 16.000 Leute bei Google?

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Die Hälfte der Belegschaft ist nicht einmal zwölf Monate im Hause Google tätig. Das sorgt für Chaos.

“Die neuen Mitarbeiter haben Schwierigkeiten, herauszufinden, was sie wie tun sollen. Es handelt sich hier ja nicht um eine normale Firma”, skizziert Jordan Rohan, Analyst bei RBC Capital Markets, die Situation bei Google. Er wirft dem Webkonzern vor, keine ordentliche Personalstrategie zu haben. Neue Leute zu finden und einzustellen, fällt dem Unternehmen natürlich leicht, denn viele Amerikaner möchten gerne für Google arbeiten. Das liegt am guten Image der Firma wie auch daran, dass es gewisse Chancen gibt (gab?), von Aktienoptionen überschüttet zu werden.
Im letzten Quartal strömten allein 2.130 neue Mitarbeiter durch die Google-Pforten – fast drei Dutzend pro Werktag! Zum Monatsanfang standen exakt 15.916 Personen auf der Lohnliste. Was macht ein Großteil von ihnen den ganzen Tag lang, wo Google doch nichts herstellt? Fragen der Neuankömmlinge beantworten? Verirrte Seelen durch Büro-Labyrinthe führen? Computer aufsetzen und Bürostühle organisieren?

Marktbeobachter wie Jordan Rohan hoffen darauf, dass ein Großteil der Neuankömmlinge an wichtigen Projekten wie “Google phone” und seinem Betriebssystem arbeiten. Die Copyright-Filter-Technologie für YouTube sei ja schon fertig und werde diese Woche vorgestellt. Was gäbe es sonst zu tun? Übernahmekandidaten suchen und evaluieren? Aber das erledigen u.a. externe Dienstleister. Ah, jetzt weiß ich´s: Viele müssen bestimmt den ganzen Tag lang auf die Werbelinks klicken, damit die Zahlen schön hoch bleiben. (rm)

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