EU geht gegen Piraten vor

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Vor allem chinesische und russische Piraterie soll zum Wohle des Konsumenten eingedämmt werden.

Wie unter anderen die Frankfurter Rundschau aktuell berichtet, hat die EU feste Pläne zur Bekämpfung des Importes von Piratenprodukten. EU-Kommissar Joe Borg hat vor allem russische und chinesische Gesetzesbrecher im Blick, die vor afrikanischen und isländischen Küsten ihr Unwesen treiben. So will er ein Zertifikat einführen, das nur noch dann vergeben wird, wenn “der jeweilige Exportstaat bescheinigt hat, dass die Fische legal gefangen wurden”. Der Vorsitzende des deutschen Hochseefischereiverbandes, Klaus Hartmann, begrüsste diese Initiative nachdrücklich. Im Gegensatz zu sonstigen Antipiraterie-Initiativen fällt hier allerdings auf, dass sich die Behörden ausschliesslich auf illegal kommerziell vertriebene physische Produkte konzentrieren. Erfreulicherweise sind Privatfischerei und jedweder Austausch von Fisch-Abbildungen via Internet völlig ausserhalb des Ermittler-Fokus. Das sollte verwandten Industrien zu denken geben. [fe]

Frankfurter Rundschau