DOSSIERS
Die dunklen Seiten von Alice
Hansenet ist gar nicht mehr so nett
Still & heimlich abschalten
Die dunklen Seiten von Alice
Dann kaufte sich Telecom Italia im September 2006 die AOL-Internetkunden (auch Schmalband) und übergab sie seiner deutschen Tochter Hansenet. Das damit automatisch erworbene Business mit ungefähr 330 AOL-Hotspots legte sie aber mittlerweile stillschweigend lahm – und ließ den Vertrag mit Hotspot Deutschland auslaufen.
Manche Kunden vermissen den Zugangsservice, andere finden die heimliche Vorgehensweise unehrenhaft. “Ich habe erst erfahren, dass der Hotspot nicht mehr funktioniert, nachdem mich meine Kunden darauf aufmerksam gemacht haben”, merkte ein Hamburger Cafébesitzer an.
Was aber noch mehr ehemaligen AOL-Kunden aufstößt: Sie kriegten weiterhin Rechnungen für einen Dienst, den es längst nicht mehr gab. “Unsere Hotline steht nicht mehr still”, merkte süffisant Andreas Maladinski von Hotspot Deutschland an. Täglich kämen Beschwerden der ungefähr 2.000 Kunden, deren Hotspot-Flatrate von rund 5 Euro noch im Oktober eingezogen wurde. Diesen Zusatztarif hatte AOL Anfang 2006 eingeführt.
Der schönen Dame Alice, Werbe-Ikone des Anbieters, ist die Hotspot-Panne immerhin peinlich. “Wir entschuldigen uns bei den Kunden”, ließ ein Alice-Sprecher ausrichten. Und begründete die Einstellung mit wirtschaftlichen Überlegungen: Verglichen mit dem Angebot der Konkurrenz sei das Hotspot-Netz einfach zu klein gewesen.






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