Gerücht: Verkauf der Sanyo-Chipsparte gescheitert

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Die Aktien des japanischen Elektronikkonzerns gerieten gestern Abend unter Druck. Auslöser: Ein Bericht über abgebrochene Verhandlungen.

Laut der japanischen Wirtschaftszeitung Nikkei habe Sanyo Electric Co. die Verhandlungen mit Advantage Partners LLP über den Verkauf der Chipsparte abgebrochen. Die Investoren hätten zunehmende Schwierigkeiten bei der Finanzierung des 1-Milliarde-Dollar-Deals bekommen, lautet die Begründung.

Damit wäre Sanyo ein Opfer der Kreditkrise, die durch den US-Immobilienmarkt ausgelöst wurde. Die Banken halten sich zurück in der Vergabe von riskanten Finanzierungen der Firmenaufkäufer.

Die Japaner müssen nun die Suche nach einem anderen Käufer der Chipsparte aufnehmen, heißt es in dem Bericht, der von der Börse mit einem Kurssturz der Sanyo-Aktie von über 6 Prozent quittiert wurde. Nach drei verlustreichen Jahren entschied sich der Konzern für den Verkauf des Halbleiterbereichs. (rm)

Bild: Sanyo

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