Microsoft-Verfahren wegen krimineller Vereinigung

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Eine Sammelklage gegen Microsoft (und Best Buy) wird nicht eingestellt. Das oberste US-Gericht (Supreme Court) will mal sehen, was dabei rauskommt.

Scharfzüngige MS-Kritiker würden nun lästern, dass man ja schon immer dachte, es handele sich um eine mafiöse Organisation. Aber neeiiin, das wäre zu billig (*zwinker*).
Das Verfahren wirft dem Softwareunternehmen wie auch dem Computervertrieb Best Buy Betrug an den Kunden und eben tatsächlich die Bildung einer kriminellen Vereinigung vor. Beide Unternehmen hatten zusammen Microsofts Internet-Service MSN vermarktet Best Buy hatte Kundendaten heimlich an Microsoft weitergegeben, welche ohne Nachfrage dann Accounts im Namen der Kunden anlegte. Das sei im Sinne des “Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Acts” (RICO Act) von 1970 als Verschwörung zu behandeln. Nachdem ein Berufungsgericht in San Francisco die Klage trotz schwerer Bedenken für zulässig erklärt hatte (die Kriterien seien erfüllt), baten die beiden Angeklagten das oberste Gericht, die Zulässigkeit einer Sammelklage zu prüfen. Tja, das ging ja sauber nach hinten los. Zumal dem Duo im Falle einer Verurteilung drastische Strafen drohen. (rm)

AP