Intel reduziert vor lauter Freude die Belegschaft

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Normale Menschen klopfen sich auf die Schulten und feiern, sobald sie einen Rekord aufstellen. Nicht so Intel. Hier werden lieber Leute gekillt.

Chipzilla meldete Rekord-Geschäftszahlen: 43 Prozent Gewinnsteigerung im dritten Quartal: 1,9 Milliarden Dollar (1,36 Mrd. Euro) im Vergleich zum Vorjahr. Feiert Intel mit Schampus die tollen Zahlen? Mitnichten. Man lässt sich lieber an der Wallstreet feiern, also feuert man schnell mal 2.000 Leute, woraufhin die Börse den Intel-Aktienkurs gestern Abend über 5 Prozent in die Höhe jubelte. Schampus für die Aktionäre!
Und da man gerade dabei war, Pink-Slips zu verteilen, kickte man schnell noch den gegenwärtigen Finanzvorstand Andy Bryant. Klar, bei so “lausigen” Zahlen. Den Job kriegt sein bisheriger Assistent Stacy Smith (Bild). inq_intelzahlen.jpg
Der muss jetzt vertreten, dass der Umsatz um 14 Prozent und die Prozessor-Verkäufe um 19 Prozent gestiegen sind. Und hat schwer an der Vorhersage, dass im vierten Quartal um die 11 Milliarden Dollar Umsatz (7,86 Mrd. Euro) gemacht werden, zu knabbern. Die unheimlich logische Begründung von Intel-Boss Paul Otellini: “Wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen und optimistisch für unser Geschäft.” Wie viele Leute müssten wohl dran glauben, wenn er mal pessimistisch wäre? (rm)

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