US-Skandal um Killerspiele in Kirchen

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US-Christen benutzen Ego-Shooter, um die Jugend in den Schoss der Kirche zu locken.

Eine höchst kontroverse Situation um die Alterseinstufung von Spielen entwickelt sich aktuell in den USA. Während in Deutschland eine verantwortungslose Familienministerin Kinder in Stasi-Manier zu Jugenschutzspitzeln machen will, erweisen sich weltanschaulich ähnlich orientierte Gruppen in den USA als weit weniger zimperlich. Nach dem Vorbild der erfolgreichen Bingo-Veranstaltungen der 60er Jahre locken derzeit christliche Kirchengemeinden in den Vereinigten Staaten Jugendliche mit Halo-3-Multiplayermatches an. Dort sollen sich die unschuldigen Schäflein gegenseitig mit futuristischen Waffen ins virtuelle Jenseits meucheln, um anschliessend den Segen des Herrn zu erhalten. Vollends auf den Kopf gestellt wird die Diskussion durch sachkenntnisfreie Vergleiche von Halo mit dem hot-coffee-befleckten Grand Theft Auto, die sich in God’s own country das Rating M teilen, also für normal reife 17jährige geeignet sind. Ein ähnliches Äpfel-und-Birnen-Kompott finden wir allerdings auch hierzulande in den pseudowissenschaftlichen Publikationen des selbsternannten Jugendschutzexperten Pfeiffer. [fe]

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