Breitband-Internet: Deutschland nur im EU-Mittelfeld

BreitbandNetzwerke

Im Durchschnitt haben 18,2 Prozent der EU-Einwohner einen Breitbandanschluss. Deutschland liegt mit 21,1 Prozent nur knapp über diesem EU-Durschschnitt.

Der EU-Kommission zufolge gibt es im Breitbandbereich ein “Europa der 2 Geschwindigkeiten”, denn der Abstand zwischen den Spitzenreitern und Nachzüglern bleibt groß, ja wuchs sogar leicht an. Während in Dänemark (37,2 Prozent) und den Niederlanden (33,1 Prozent) ein Drittel der Einwohner über einen schnellen Internet-Zugang verfügen, sind es in Bulgarien nur 5,7 Prozent. Deutschland liegt mit 21,2 Prozent nicht in der Spitzengruppe und nur knapp 3 Prozentpunkte über dem EU-Durchschnitt.

Um den Abstand der Nachzügler zu verringern, will Telekommunikationskommissarin Viviane Reding am 13. November ein Paket mit Vorschlägen zur Reformierung des EU-Telekommunikationsrechts vorlegen.

Insgesamt gibt es in den 27 EU-Mitgliedsstaaten derzeit mehr als 90 Millionen Breitbandanschlüsse, die meisten per DSL (72,5 Millionen). Allerdings wächst die Zahl der DSL-Anschlüsse nur noch gebremst, alternative Technologien dürfen sich über größere Zuwachsraten freuen und kommen aktuell auf 17,7 Millionen Anschlüsse.

Der Marktanteil der alternativen Betreiber ist weiter gestiegen und lag im Juli 2007 bei 53,5 Prozent. Allerdings, schränkt die EU-Kommission ein, kommen die neuen Anbieter nur auf 44,3 Prozent, wenn man den bloßen Wiederverkauf von DSL-Anschlüssen herausrechnet. Vor allem in Großbritannien und Deutschland gäbe es einen starken Reseller-Markt, wobei in Deutschland die Wiederverkäufer noch stark von den Bedingungen abhängen, die der etablierte Betreiber – also die Deutsche Telekom – festlegt, kritisiert die Kommission. Die Telekom-Wettbewerber kommen auf einen Marktanteil von 46,4 Prozent ohne den Resale-Bereich und 66,7 Prozent inklusive dem Wiederverkauf. (dd)

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