SAP wird plötzlich doch hungrig

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Der deutsche Softwarekonzern wollte immer aus eigener Kraft wachsen. Rivale Oracle schnappte sich dagegen in drei Jahren über 30 Firmen. Nun will sich auch SAP als Predator versuchen.

Nach der gerade angekündigten milliardenschweren Übernahme des französischen Softwareanbieter Business Objects – und dem vielstimmigen Lob der Fach- und Wirtschaftspresse – werden die Walldorfer mutig und planen weitere Zukäufe. “Wenn sich die Gelegenheit ergibt, kann man Akquisitionen nicht ausschließen”, formuliert Vorstandschef Henning Kagermann wenig forsch gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung seinen Sinneswandel. Immerhin hielt das Unternehmen jahrelang an der eisernen Strategie fest, ausschließlich organisch und ohne Zukäufe zu wachsen. SAP vollziehe mit der BO-Übernahme aber keinen massiven Strategiewechsel, so Kagerman. Nicht? Meine Güte, als wenn es so schlimm wäre, mal seine Meinung zu ändern. (rm)

Süddeutsche