Karstadt will Computerhändler Gravis

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Der Kaufhauskonzern will die Berliner Kette nicht etwa kaufen, sondern in seinen Filialen etablieren.

Statt der eigenen Computer- und Multimedia-Abteilungen sieht Karstadt alias Arcandor künftig Verkaufsstellen der Berliner Handelskette Gravis. “Ich kann mitteilen, dass wir eine Pilotphase mit Gravis eingehen”, bestätigte am Sonnabend ein Arcandor-Sprecher in Essen. Weitere Informationen sollen heute folgen.

Beide Firmen haben laut Spiegel bereits eine Grundsatzvereinbarung unterschrieben, die eine halbjährige Testphase in drei Karstadt-Filialen vorsehe, berichtet das Magazin in der heutigen Ausgabe unter Berufung auf Branchenkenner. Läuft die Probe gut, dann solle das Konzept auf alle rund 90 Kaufhäuser ausgedehnt werden.

Gravis selbst betreibt 28 Filialen und ist dort auf Apple-Produkte und Zubehör spezialisiert. Die Kette müsste für Karstadt ihr Sortiment erst noch neu ausrichten, denn dort liegt der Schwerpunkt auf Windows-Produkten. Der Auftrag reizt die Berliner natürlich, setzt die Produktgruppe Multimedia immerhin um die 450 Millionen Euro im Jahr um, fast 10 Prozent vom Karstadt-Umsatz. (rm)

Bild: Gravis

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