Oracle-Offerte: BEA fühlt sich billig

Allgemein

Umgerechnet fast 4,8 Milliarden Euro wollte Powershopper Oracle (30 Firmen in 3 Jahren) für den  US-Softwarekonzern BEA Systems hinlegen. Schnippische Antwort: Viel zu wenig.

Oracle will sich im Markt endlich deutlich von seinen Wettbewerbern SAP und Microsoft absetzen – und kauft und kauft und kauft. Um dem jüngsten SAP-Megadeal mit Business Objects (5 Milliarden Euro) etwas entgegenzusetzen, bietet Oracle für die ähnlich große BEA Systems. Doch die hält sich für wertvoller und hofft nun auf eine Gegenofferte von IBM, Microsoft oder Hewlett-Packard, hieß es gestern Abend auf dem US-Börsenparkett.
Dass BEA ein Übernahmekandidat ist, wurde spätestens mit dem Einstieg von US-Milliardär Charles Icahn klar. Er besitzt seit kurzem etwa 13 Prozent des Konzerns und drängt das Management zum Verkauf. Die Erträge von BEA aus dem Verkauf neuer Lizenzen für Server-Software und Middleware waren zuletzt geschrumpft. (rm)

Financial Times