Red Hat und Novell wegen Linux-Desktops verklagt

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Verstoßen Linux-Desktops gegen ein Benutzerschnittstellen-Patent? Zumindest behauptet dies die Firma IP Innovation – die Abteilung für Patente wird dort von einem ehemaligen Mitarbeiter der Microsoft-Rechtsabteilung geführt.

Die Linux-Distributionen von Red Hat und Novell sollen gegen das US-Patent 5,072,412 verstoßen, behauptet die Firma IP Innovation in ihrer Klageschrift. Mit Apple habe man sich im Juni in einer vergleichbaren Sache schon geeinigt. Novell und Red Hat wirft die Firma nun vor, gegen das Patent wissentlich und vorsätzlich verstoßen zu haben.

Das Patent beschreibt eine Benutzerschnittstelle mit mehreren Arbeitsflächen, die sich aber die selben Display-Objekte teilen. Das Patent wurde schon 1991 an Xerox vergeben, es gehört inzwischen aber IP Innovation.

Diese Firma ist den Rechercheuren von Patent Troll Tracker zufolge eine Tochter der Acacia Technologies Group, die Patente samelt, um daraus Geld zu machen – eigene Software-Entwicklungen hat sie nicht. Bei diesem Unternehmen leitet seit Anfang Oktober Brad Brunell die Abteilung “Intellectual Property Licensing”. Der wiederum war zuvor bei Microsoft besachäftigt – Die Website Groklaw sieht einen Zusammenhang mit Microsofts Linux-Anfeindungen. (mk)

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