Patenttrolle greifen Linux an

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Microsofts CEO winkte bereits vor ein paar Tagen ganz deutlich mit dem Zaunpfahl. Verfügt er über prophetische Gaben oder war er schon bestens informiert über die erste Patentklage, die gegen Linux-Distributoren eingereicht werden sollte?

Es geht um ein Patent aus dem letzten Jahrtausend, 1991 eingereicht vom Kopiererhersteller Xerox. Es geht um die Darstellung mehrerer Arbeitsbereiche auf einem Bildschirm, die sich gleiche Display-Objekte teilen. Und das ist seit vielen Jahren Grundlage aller Unix- und Linux-Desktops.

Die Klage zielt auf die Distributoren Red Hat und Novell (und was nützt denn bitte Novell jetzt das Patentabkommen mit Microsoft?). Kläger ist die Trollfirma IP Innovation, die das Patent zwecks juristischer Weiterverwertung von Xerox gekauft hat. Wie alle innovationsbremsenden Patenttrolle hat IP Innovation selbst natürlich nicht das Geringste mit der Entwicklung von Software zu tun.

Aber sehr wohl mit Microsoft. Die Ballmer-Connection: Seit Oktober leitet ein Brad Brunell die Abteilung Intellectual Property Licensing von IP Innovations Muttergesellschaft Acacia Technologies Group. Er war zuvor Mitarbeiter von Microsofts Rechtsabteilung.

Mit fairem Wettbewerb hat das nicht mehr das Geringste zu tun. Schicken die Borg nach SCO neue Hilfsvölker in die Schlacht gegen Freie Software?

(bk)

Groklaw

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