Hybrid-Festplatten bringen es noch nicht

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Das hybride Konzept sollte insbesondere die Belastung entschärfen, die Vista für den PC bringt. Klappt aber nicht.

Das zeigen die hybriden Festplattenlaufwerke, die Seagate nach langer Ankündigung ausliefert. Sie bringen alles andere als einen Leistungssprung.

Von diesen Laufwerken war viel zu hören, noch bevor sich Windows Vista auf den Desktop drängte. Tatsächlich ging es darum, mit bis zu einem GB Flash-Speicher zusätzlich zur herkömmlichen Festplatte die von Microsoft versprochenen ReadyBoost-Funktionen zu nutzen, für reichlich Cache zu sorgen, rasend schnell zu booten und zugleich den Akku zu schonen.

Die neuen Momentus-Modelle sind Notebookplatten und in Speicherkapazitäten von 80, 120 und 160 GB erhältlich. Als Zugabe gibt es 256 MB Flash, was zugleich einen Aufpreis von rund 25 Prozent bewirken dürfte.

Die Leistung lohnt es aber nicht. Seagate traut sich gerade mal, eine von 40 auf 32 Sekunden verringerte Bootzeit zu versprechen, und dabei soll der durchschnittliche Energieverbrauch von 0,78 W auf 0,45 W sinken. Weitere Verbesserungen verhindern die nicht ausgereiften Vista-Treiber und mangelnde BIOS-Unterstützung.

Seagate zufolge sollen die Probleme in einer künftigen Generation gelöst werden, um echte Performance-Zuwächse zu ermöglichen. Wenn das stimmt, ist das aktuelle Angebot nicht gerade attraktiv.

Auch andere Hersteller haben mit ähnlich enttäuschenden Werten zu kämpfen. Samsung zeigt auf Microsoft, da es an der softwareseitigen Optimierung fehle: So lange Microsoft nicht das Service Pack 1 für Vista bringe, seien die Vorteile der Hybrid-Technologie nicht wirklich zu nutzen.

(von Wily Ferret/bk)

Inquirer UK