Ballmer droht den Red-Hat-Nutzern (Kommentar)

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Microsofts CEO ließ mal wieder eine Runde FUD ab. Hat er nichts aus der SCO-Pleite gelernt?

Sein Auftritt wurde dokumentiert und ist von Mydeo.de abrufbar. Seine Drohkulisse baute er wolkig auf wie immer:

„Leute, die Red Hat nutzen, jedenfalls soweit sie eine Achtung vor unserem geistigen Eigentum haben, haben in gewisser Hinsicht die Verpflichtung, uns dafür zu entschädigen.“

Ballmer lobte Novell dafür, geistiges Eigentum hoch zu schätzen. Von SCO wollte er natürlich gar nicht reden. Dafür brachte er Eolas ins Spiel und prophezeite, diese Firma werde schon bald hinter Open-Source-Anbietern und auch den Nutzern her sein. Microsoft hatte Eolas im August 521 Millionen $ gezahlt, um einen Patentstreit beizulegen.

Will Microsoft noch eine andere Firma vorschicken, statt einfach die angeblich verletzten Rechte zu nennen? Statt dessen quatscht er nur vage von „geistigem Eigentum“. Redet er von Urheberrechten, von Patenten oder von was? Und Red-Hat-Nutzer seien „in gewisser Hinsicht“ verpflichtet – in welcher Hinsicht?

Wenn Microsoft gültige Ansprüche gegen Linux hätte, dann würde diese Firma die bedeutenden Linux-Nutzer zur Kasse bitten, ohne Wenn und Aber. Die Ansprüche gibt es nicht, und Microsoft wird es nicht tun. Microsoft hat nichts von Wert zu bieten, wofür Linux-Nutzer zu bezahlen hätten. Wenn er nichts in der Hand hat, sollte Ballmer in den Wald gehen und dort vor sich hinpfeifen.

(von Egan Orion/bk)

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