eBay erklärt Jajah den Krieg

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Das US-Auktionshaus will seinen Kunden die Nutzung alternativer VoIP-Dienste vermiesen, um so die eigene Skype-Fehlinvestition zu kaschieren.

inq_ebayjajah.jpgGerade erst haben wir reportet, wie viele Milliarden eBay mit dem Kauf des Skype-VoIP-Dienstes versenkt hat (Ebays kleines Skype-Desaster), schon versucht der Konzern offenbar trickreich, die unerfreuliche Marktsituation doch noch zu wenden. So erklärt man dem erfolgreichen VoIP-Konkurrenten Jajah einfach den Krieg. Nicht mit Worten, sondern mit Taten.
Auslöser war am Montag Jajahs neues Sprachtool, das in über 30 Plattformen wie Facebook, MySpace oder eben auch eBay integriert werden kann, um kostengünstige Gespräche zwischen Anbieter und Besucher zu ermöglichen. Die mittels HTML-Code in Angeboten integrierbaren Buttons werden von eBay nun international verbannt, berichtet Jajah. Offerten, die den Button enthalten, würden nach und nach gelöscht. Das Auktionshaus sieht offenbar die Position seiner Tochter Skype in Gefahr. Gerüchteweise dränge der Webkonzern auch alle erreichbaren Partner, eine ähnliche Sperre über das Jajah-Modul zu verhängen.
Seinen Schritt untermauert das Auktionshaus gleich mit einer Latte von Begründungen (schlechtes Gewissen?): sicherheitstechnische Bedenken, eine verbotene Verwendung von Flashtechnologien, Nicht-Konformität mit den eBay-AGBs und durch die telefonische Verknüpfung von Käufer und Verkäufer umgehe man die eBay-Plattform zur Abwicklung des jeweiligen Geschäfts. Was wetten wir, dass es nächstes Jahr eine verdächtig ähnliche Skype-Funktion auf eBay gibt? (rm)

ITworld

pte