Novell will SCO endgültig plätten

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SCO hat sich im Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts verkrochen. Damit verbunden ist die automatische Aussetzung laufender Gerichtsverfahren.

Novell hat beim Konkursgericht in Delaware gestern beantragt, diese Aussetzung aufzuheben, um mit seiner Klage gegen SCO beim zuständigen Gericht in Utah fortfahren zu können. Dort war bereits entschieden worden, dass SCO über keine Rechte an UNIX verfügt und damit Novell zu Unrecht verklagt hatte. Die Rechte wurden Novell zugesprochen, und damit hat Novell Anspruch auf rund 25 Millionen $ für von SCO eingenommene Lizenzgebühren.

Novell führt eine ganze Reihe von juristisch einleuchtenden Gründen für eine schnelle Fortführung des Verfahrens an. Ein komplexes Verfahren, das schon weit fortgeschritten ist. Ein in die Materie voll eingearbeitetes Gericht. Der vernünftige Einsatz juristischer Mittel. Und nicht zuletzt die Gefahr für Novell, bei längerem Verzug am Ende gar nichts mehr bekommen. Denn SCO habe nie ein echtes Geschäftsmodell gehabt und nur Lizenzen verkauft, ohne über die Rechte zu verfügen.

Groklaw übersetzt es in die Überschrift einer Boulevardzeitung: „Novell an SCO: Du bist tot. Aber vorher bezahlst du noch.“

(von Egan Orion/bk)

Inquirer UK

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