Die handgemachte SPAM-Lawine

Allgemein

Die Kombination aus Bedienungs- und Programmierfehler verwandelte einen harmlosen Newsletter in eine Massenvernichtungswaffe.

Eine simple Anfrage per E-Mail trat gestern eine Lawine von Antworten los: 2,2 Millionen Messages in 24 Stunden schwappten durch die USA. Losgetreten von – war ja klar – dem ach so geschickten Heimatschutzministerium (siehe “Bitte hier zuschlagen“): Das Homeland Security Department (DHS) verschickt Newsletter. Nichts Besonderes. Ein Geschäftsmann aus North Carolina wollte eine E-Mail-Adressenänderung bekannt geben, um das tägliche Antiterror-Bulletin weiter zu erhalten. Mittels Reply-Funktion schickte er seinen Wunsch an den Absender. Ein Fehler des Newsletter-Programmierer sorgte dafür, dass die Mail unabsichtlich an alle (!) Listenempfänger weitergeleitet wurde. Damit nicht genug, klärten nun etliche der unfreiwilligen Empfänger darüber auf, dass es sich um ein Missverständnis handeln müsse. Fatal: Manche Zeitgenossen (die gefürchteten DAUs) klickten dabei  auf den “Allen antworten”-Button, worauf ihre Antwort an die komplette Newsletter-Liste rausging. Daraufhin brach eine Lawine von Kommentaren, Beschwerden und ironischen Antworten los, die im Empfänger-Pool zirkulierte. Bis gestern Nacht hatte sich die handgemachte Mail-Schwemme schon auf über 2,2 Millionen Nachrichten hochgeschraubt.
Beim DHS gab man sich wegen des peinlichen Vorfalls zerknirscht und sprach von einem menschlichen Versagen. Der Fehler werde subito behoben (und durch einen neuen ersetzt *zwinker*). Die Phasen der Cyberlawine lassen sich hier nachlesen. (rm)

pte