Orgastisches Handy stört Gerichtsverhandlung

Allgemein

Ein australisches Gericht hatte große Mühe, Würde und Anstand zu wahren. Lautstarkes Stöhnen kündete von Höhepunkten einer ganz anderen Art.

Die sich wiederholende Botschaft einer weiblichen Stimme hörte sich so an: „Oh, jaaa … jaaaa … oh jaaa … mach’s mir!“

Es war ein Klingelton. Der Träger des stöhnenden Mobiltelefons befand sich unter den Zuhörern und versuchte eine ganze Zeitlang vergeblich, sein Handy zum Schweigen zu bringen. In seiner Panik brauchte er an die zwanzig endlose Sekunden, bis das Stöhnen verstummte.

Die anwesenden Anwälte hatten große Mühe, nicht in lautes Lachen auszubrechen. Eine knappe Stunde zuvor hatte der Staatsanwalt die Anwesenden aufgefordert, alle Handys auszuschalten – und angedroht, sie widrigenfalls beschlagnahmen zu lassen.

Der Richter bewies seine Unabhängigkeit und Professionalität, indem er die Verhandlung einfach stoisch weiterführte. Er verzichtete sogar auf eine Bestrafung des Klingelton-Delinquenten, den er wegen Missachtung des Gerichts bis zu sechs Monate ins Gefängnis hätte schicken können.

Vermutlich wäre er weit weniger nachsichtig gewesen, hätte es sich um den Crazy-Frog-Klingelton gehandelt.

(von Nick Farrell/bk)

Inquirer UK

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