Britisches Gesetz bestraft Verschlüsselung

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Zumindest wenn man den Key nicht rausrücken will, drohen zwei bis fünf Jahre Knast.

Das Vereinigte Königreich konnte zwar in der Vergangenheit einmal die Weltmeere beherrschen (“Britannia rules the waves”), unternimmt derzeit aber ernsthafte Anstrengungen, um sich selbst auf Grund zu setzen. Der seit gestern gültige “Regulation of Investigatory Powers Act” (RIPA) sieht in Part 3, Section 49 vor, dass sowohl zivile als auch militärische Ermittler die Herausgabe von kryptografischen Schlüsseln verlangen dürfen. Bei Verweigerung drohen zwei, bei schnell zusammenkonstruiertem terroristischem Zusammenhang bis zu fünf Jahre Gefängnis. Natürlich betrifft das ausschliesslich Daten im Herrschaftsbereich ihrer Majestät, der Königin, also rechnen Industrievertreter und Finanzmanager mit einer Verlagerung der Geschäfte, oder zumindest der vertraulichen und sicherungsbedürftigen Daten, ins Ausland. [fe]

Ars Technica