Pentagon verspricht: GPS-Signal wird nicht mehr gestört

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Das US-Verteidigungsministerium will das Vertrauen der zivilen Nutzer in das GPS-System stärken und verspricht, im Kriegsfalle das System nicht mehr abzuschalten bzw. die Verfügbarkeit oder Genauigkeit einzuschränken.

Die Militärs konnten die GPS-Signale in bestimmten Gebieten, in denen die US-Armee operierte, für andere Nutzer künstlich verschlechtern oder ganz aussetzen. Die nächste Generation von GPS-Satelliten soll diese Funktion nicht mehr enthalten, verspricht das Pentagon per Pressemitteilung.
Diese selektive Verfügbarkeit war bis zum Jahr 2000 ständig aktiviert, um auf den Meter genaue Positionierung nur den Militärs zu erlauben. Dennoch konnten zivile Nutzer mittels Differential GPS (DGPS) exakte Daten empfangen. Bei diesem Verfahren wurde der Fehler der GPS-Signale durch Referenzstation am Boden, deren exakter Standort bekannt ist, herausgerechnet.
Vor sieben Jahren, als die europäischen Pläne für das Konkurrenzsystem Galileo bekannt wurden, schaltete die US-Behörde auf Anordnung von Präsident Bill Clinton die Einschränkung ab. Mit dem nun vom Weißen Haus gebilligten Komplettverzicht auf diese Funktion in der dritten Generation der GPS-Satelliten (fertig bis 2014) soll das Vertrauen der Kunden gewonnen und die Notwendigkeit für ein neues, konkurrierendes System “abgeschaltet” werden. (rm)

pte