Gerichtsurteil: Entschädigung wegen Windows

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Ein Franzose wollte kein Notebook mit Windows XP und MS-Applikationen. Das Gericht gab ihm Recht und “Schmerzensgeld”.

Der Kläger hatte ein typisches Acer-Notebook erstanden, vollgestopft mit Microsoft-Produkten nebst PowerDVD und Norton AV: Antoine Gutzwiller zahlte dafür günstige 599 Euro. Doch es störte ihn, dass er bei Betriebssystem und Software keinerlei Wahlmöglichkeiten hatte. Von Acer verlangte er daher 311 Euro Kompensation, dafür wollte er die Programme retounieren.

Der Hersteller bot ihm statt dessen 30 Euro an. Gutzwiller lehnte ab und zog vor Gericht. Jenes gab ihm nicht nur Recht, sondern gestand ihm sogar glatte 500 Euro Schadensersatz zu, die Acer nun zu leisten habe. Falls das ein Präzedenzfall für die EU-Rechtsprechung werden sollte, dürfte das die Landschaft der vorinstallierten Systeme gehörig verändern – und Microsofts wichtigstes Geschäftsmodell gefährden. (rm)

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