Zeitung: Siemens-Bosse wussten seit 2004 Bescheid

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Die Süddeutsche Zeitung ist über interne Dokumente gestolpert. Haben Top-Manager und Vorstandsmitglieder von Siemens gelogen, als sie die blanke Unschuld in der Korruptionsaffäre spielten?

Die Dokumente tauchten bei internen Untersuchungen auf, die die amerikanische Anwaltskanzlei Deboise & Plimpton im Auftrag von Siemens durchführte. Und der Antikorruptionsbeauftragte Albrecht Schäfer schlug bereits Ende 2004 Alarm. Es gab eine Untersuchung mit einem Krisenstab. Anfang 2005 wurde Vorstandschef Heinrich von Pierer eingeschaltet – was er bis heute bestreitet.

Krisenmanagemant à la Siemens: Der Korruptionsbeauftragte wurde geschasst, weil er Vorstand und Aufsichtsrat nicht ausreichend informiert habe. Er bestreitet es und klagt gegen seine Kündigung.

Letzte Korruptionsstandsmeldung: Die dubiosen Transaktionen bei Siemens erreichten eine Höhe von fast 1,5 Milliarden Euro.

(bk)

SZ

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