Tödliche Bakterien aus dem All

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Diese alten schwarzweißen SF-Filme lagen gar nicht so daneben. Wie das Experiment in einer Raumfähre der Atlantis-Mission beweist.

Bakterien der Sorte Salmonella typhimurium, die man gelegentlich mit der menschlichen Nahrung einnimmt, durften sich in einem speziellen Behälter während des 12-tägigen Weltraumausflugs vermehren. Dem gleichen Ziel gingen währenddessen gleichartige Lebewesen nach, die auf dem Mutterboden der Erde zurückgeblieben waren.

Ergebnis: Die Weltraum-Bakterien erwiesen sich nach ihrer Rückkehr auf die Erde als dreimal tödlicher im Vergleich zu denen, die die Erdatmosphäre nicht verlasssen hatten. Was allerdings noch nicht an Menschen, sondern an Mäusen erprobt wurde. Und das hatte mit einer großen Anzahl von genetischen Veränderungen zu tun, die offenbar von einem Protein namens Hfq gesteuert wurden. Professorin Cheryl Nickerson, die sich an der Arizona State University mit Infektionskrankheiten und Impfstoffen beschäftigt:

„Diese Viecher können durch Veränderungen in ihrer Umgebung spüren, wo sie sich befinden. In der Minute, in der sie eine unterschiedliche Umgebung wahrnehmen, verändern sie ihre genetischen Mechanismen, damit sie überleben können.“

(bk)

Space.com