F-Secure Internet Security 2008
Finnische PC-Schutz-Offensive

SicherheitVirus

F-Secure will mit seiner neuen Programm-Suite umfassenden Online-Schutz bieten. Die Software soll PCs zuverlässig vor Viren, Würmern, Hackern und Spam-Attacken sowie Rootkits schützen. Gegenüber der Vorgängerversion wartet die 2008er-Ausgabe mit zahlreichen Neuerungen auf. Wir testen, für wen sie gut sind und wen sie eher nerven.

F-Secure: Finnisch für Einsteiger

F-Secure Internet Security 2008

Internet Security 2008 ist auf einfache Bedienung ausgelegt. Das zu Windows Vista kompatible Programm verrichtet seine Arbeit unauffällig im Hintergrund, lässt sich aber über ein Icon in der Systemleiste aufrufen und stellt seine Funktionen wie Firewall, Antiviren- und Antispyschutz übersichtlich in einem Fenster bereit. Wer besonders schnell auf diese Features zugreifen will, kann sie alternativ durch Rechtsklick auf das Tray-Icon auswählen. F-Secure verankert sich zudem in das Explorer-Kontextmenü und macht es dadurch sehr leicht, ausgewählte Dateien und Ordner zu scannen.

Nach Installation braucht es im Prinzip keine Anpassungen mehr: Bereits in der Standardeinstellung arbeitet der Testkandidat zuverlässig. Wer möchte, kann aber beispielsweise die Firewall-Regeln oder die Art der Kindersicherung selber definieren.


(Schaltzentrale: Das übersichtliche Hauptmenü von Internet Security 2008.)

Der Testkandidat präsentiert sich mit einem überarbeiten Interface, hat aber auch bei den inneren Qualitäten zugelegt: Neben verbesserten Modulen für Anti-Phishing, Spamfilter und Kindersicherung punktet die Software vor allem mit einem deutlich höheren Scantempo, ohne dabei an Gründlichkeit einzubüßen.


Der Security-Hund bellt rechtzeitig

F-Secure Internet Security 2008

Obwohl eine umfangreiche Kollektion aktueller Malware-Tools auf den Testrechner losgelassen wird, schlägt das Programm jedes Mal zuverlässig Alarm. Dabei genügt es normalerweise, Internet Security 2008 entscheiden zu lassen, was mit den entdeckten Schädlingen geschieht. Alternativ kann der Nutzer auch selbst festlegen, ob die Malware gelöscht, desinfiziert oder in Quarantäne gesteckt werden soll. Vom Malware-Schutz profitieren nun auch Smartphones. Laut Hersteller sollen sich kritische Updates für Virensignaturen unkompliziert über eine oder mehrere SMS-Botschaften aufspielen lassen.

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(Erwischt: F-Secure scannt Dateien in Echtzeit und empfiehlt die passende Virus-Behandlung.)

Unterstützung beim Malware-Scan bekommt Internet Security 2008 dabei von seinen Deepguard und Blacklight genannten Verfahren. Ersteres erkennt Malware anhand spezieller Charakteristika, ist also vor allem bei denjenigen Schädlingen hilfreich, zu denen es noch keine Signaturen gibt. Der Blacklight-Scanner soll vor Rootkits schützen – und erledigt das recht erfolgreich, wie sich jüngst gezeigt hat: Noch vor anderen Rootkit-Scannern entdeckte das F-Secure-Tool Rootkit-artige Strukturen in den Treibern der Sony-USB-Stick-Reihe Sony MicroVault USM-F (wir berichteten). Der Hersteller hat diese Speicherstick-Variante mittlerweile vom Markt genommen.

Praktisch: Wer meint, das Programm auf einem infizierten Rechner zu installieren, kann diesen vom Testkandidaten erst scannen lassen. Das läuft über einen Online-Scanner, der dazu automatisch die neuesten Antivirusdefinitionen von der Herstellerwebseite bezieht. Die Installations-CD enthält zudem ein bootfähiges Rettungssystem auf Linux-Basis, das die System-Daten einer Windows-Installation überprüft.


Testergebnis F-Secure Internet Security 2008

F-Secure Internet Security 2008

F-Secure Internet Security 2008 bietet umfassenden Schutz vor allerlei Internet-Schädlingen. Im Test wehrt die Software erfolgreich alle Malware-Attacken ab. Dabei überfordert F-Secure den Anwender aber nicht mit kryptischen Optionen und Regeln. Einsteiger werden sich über die guten Standardeinstellungen des Programms freuen, die weiteres Anpassen kaum erforderlich machen. Wer seine Security-Lösung aber bis ins kleinste Detail konfigurieren will, wird sich mit den zahlreichen “Automatismen” des Security-Programms nicht anfreunden können – Kontrollfreaks lassen also besser die Finger weg.

Produktname: Internet Security 2008
Hersteller: F-Secure
Internet: www.f-secure.de
Preis: 40 Euro (Einzelplatz-Lizenz), 60 Euro (3-Platz-Lizenz)

Note: gut
Leistung (40%): gut
Ausstattung (30%): sehr gut
Bedienung (30%): für Anfänger gut, für Kontrollfreaks ausreichend

Das ist neu
– Läuft unter Windows Vista
– Malware-Scan für Smartphones
– kostenloses Upgrade von Version 2007

Systemvoraussetzungen
Betriebssysteme: Windows XP, 2000, Vista (32 Bit)
Prozessor: ab Pentium 3/600 MHz
Arbeitsspeicher: ab 256 MByte