Web-Crime: Fast 1 Million Hinweisgeber

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Die Internetwirtschaft macht sich für ein “sauberes Netz” stark und versorgte die Behörden angeblich allein schon mit 25 Prozent aller Hinweise auf Online-Straftaten.

Der Eco-Verband der deutschen Internetwirtschaft leitete in den vergangenen drei Jahren mehr als 200.000 konkrete Hinweise auf Straftaten im Internet an die Behörden weiter. Im gleichen Zeitraum erreichten die “Internet Hotline Providers in Europe Association” (Inhope), eine länderübergreifende Organisation der Europäischen Kommission zur Bekämpfung von Internetkriminalität, über 900.000 Hinweise aus der Bevölkerung. Da sich die Rechtslage von Land zu Land unterscheidet und viele Cyberkriminelle im Ausland aktiv sind, kommt einer internationalen Vernetzung von Behörden und Unternehmen beim Kampf gegen die Online-Verbrechen eine besondere Rolle zu. “Besonders dramatisch ist die Situation derzeit in Russland, der Ukraine und anderen Ländern aus der ehemaligen Sowjetunion. Einen starken Trend beobachten wir aber auch in den Nationen Südamerikas”, berichtet Eco-Geschäftsführer Harald Summa.
Die Hälfte aller eingegangenen Hinweise stand im Zusammenhang mit Kinderpornografie, berichtet der aktuelle “2007 Global Internet Trend Report” – mit leicht abnehmender Tendenz (minus 2 Prozent). “Insgesamt haben die Hinweise in den vergangenen drei Jahren aber ordentlich zugenommen”, betont Summa.
Die Selbstkontrolle funktioniere mittlerweile so gut, dass heute 99,9 Prozent aller Internetseiten “sauber” seien, behauptet der Verband. “Wir haben Juristen beschäftigt, die den Hinweisen nachgehen und diese beurteilen. Infolge wenden sich diese dann an den Betreiber der Homepage und fordern dazu auf, die fragwürdigen Inhalte aus dem Netz zu nehmen”, erklärt der Geschäftsführer das Vorgehen. Wenn es auf diesem Weg nicht funktioniere, dann erst werde der Fall an die Behörden weitergeleitet. (rm)

pte