SCO funkt SOS

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Gerade spuckte CEO McBride noch gewohnt großkotzige Töne, als wäre sein Konkursverfahren nur eine Zwischenetappe. In einer Erklärung für die Börsenaufsicht SEC liest sich das inzwischen ganz anders. Und die Börse fasst die Aktien von SCO nicht einmal mehr mit spitzen Fingern an.

Der geplante Raubzug der Patentritter aus Utah ist gescheitert. Ihnen gehört kein Unix und nicht eine einzige Codezeile Linux. Und ihre rechtlich zwielichtigen Geschäfte nach Durchlaufen von Chapter 11 des amerikanischen Insolvenzrechts einfach so weiterführen zu können, das erwarten sie inzwischen selbst nicht mehr ernsthaft:

“Als Ergebnis sowohl der Gerichtsentscheidung vom 10. August 2007 als auch dem Übergang der Firma in Chapter 11 bestehen erhebliche Zweifel und ernsthafte Sorge, ob die Firma weiterhin bestehen kann … Wenn eine bedeutsame Zahlung erforderlich wird oder wesentliche Vermögenswerte unter eine Treuhänderschaft gestellt werden, dann werden die noch vorhandenen langfristigen Vermögenswerte nicht zu retten sein.”

Die Nasdaq hat Konsequenzen gezogen und streicht SCO bereits nächste Woche von der Liste der handelbaren Wertpapiere. SCO versucht sich natürlich auch dagegen noch in juristischen Scheingefechten. Doch wenn sie einem Nasdaq-Komitee keinen tragfähigen Geschäftsplan präsentieren können, sind sie weg vom Börsenfenster. Und wie sollten sie das als gescheiterte Patentritter tun, die nie auf eigene geschäftliche Leistungen setzten? Entsprechend dieser Entwicklung dümpelte der Wert der SCO-Papiere in dieser Woche bei 20 Cent.

(bk)

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