Österreicher shoppen ungern im eigenen Web

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Obwohl fast die Hälfte der Österreicher behauptet, im Internet einzukaufen, entfallen aber nur magere 1,4 Prozent der Einzelhandelsumsätze auf Online-Shops.

Der Internet-Einzelhandel in der Alpenrepublik hat einen deutlich geringeren Anteil am Wirtschaftsleben als vermutet. Von den 43,7 Milliarden Euro Einzelhandelsumsätzen in 2006 konnten die Online-Anbieter Österreichs nur laue 1,4 Prozent (knapp 612 Millionen Euro) einnehmen. Das zumindest ergab eine Studie, die der Handel jetzt präsentierte.

Derzeit sind demnach rund 3.200 Unternehmen mit Online-Shops in der .at-Domain tätig, was immerhin 8 Prozent der 41.500 Einzelhandelsunternehmen entspricht. 500 davon sind reine Internet-Händler. “Das Netz ist keine Bedrohung für den stationären Einzelhandel, sondern eher eine Ergänzung”, resümierte denn auch Studienleiter Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria.

Die Daten seiner Untersuchung basieren auf verschiedenen Quellen und sei umso erstaunlicher, da 41 Prozent der Internetnutzer im Untersuchungszeitraum online eingekauft hatten. Hauptgrund für die unerwarteten Ergebnisse: Die Österreicher tätigten rund 53 Prozent (770 Millionen Euro) ihrer Käufe im ausländischen Internet, also in Deutschland, Schweiz und im englischsprachigen Raum. (rm)

Bild: Die Presse

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