Moore prophezeit das Ende seines Gesetzes

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IDF Fall 2007: Gordon Moore hielt eine Gastansprache auf Intels Entwicklerforum. Und nannte das Ablaufdatum des nach ihm benannten Gesetzes.

10 bis 15 Jahre gibt er Moore’s Law noch. Seine 1965 veröffentlichte Voraussage, die Komplexität der Schaltkreiskomponenten auf einem Computerchip werde sich alle 18 bis 24 Monate verdoppeln, hat sich verlässlich erfüllt. Manchmal wurde es von Intel ein wenig zurechtgebogen, um den Marketingaussagen zu entsprechen. In einzelnen Bereichen ging es sogar schneller. So verdoppelten sich die in Grafikchips untergebrachten Transistoren in einem Zeitraum von 12 Monaten.
Doch auch Moore sieht dafür Grenzen, nämlich die der Physik: “In einem weiteren Jahrzehnt, vielleicht in anderthalb Jahrzehnten, werden wir auf etwas stoßen, das wirklich fundamental ist.”

Zwar gab es immer fundamentale Hürden, die der weiteren Entwicklung der Prozessorentechnik im Weg standen: “Es gibt wirklich ein paar fundamentale Grenzen. Es erstaunt mich, wie die Technologien es schaffen konnten, die Grenzen immer wieder zu verschieben. So lang ich mich erinnern kann, waren die fundamentalen Grenzen zwei, drei Generationen voraus. Bis jetzt haben wir sie immer umgehen können.”

Als Beispiel nannte er Intels Entwicklung der 25-nm-Prozessoren. Die in einer Strukturbreite von 65 Nanometer gefertigten Chips arbeiten mit Gate-Werkstoffen von nur fünf Molekülschichten. Es wird in der Halbleiterbranche bereits von einer physikalischen Grenze von einer Molekülschicht gesprochen.

(von Theo Valich/Tom Sanders/bk)

Inquirer UK

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