Der Zusammenschluss mehrerer Rechner zu einem Cluster gewinnt zunehmend an Bedeutung. Egal ob dabei hohe Ausfallsicherheit, Lastverteilung oder die Parallelisierung von Rechenleistung im Vordergrund stehen – Linux spielt fast immer eine wichtige Rolle.
Ausfallsicherheit und Lastverteilung
Linux-Cluster-Systeme
Cluster-Computing ist schon länger eine herausragende Anwendung in der Linux-Welt. Die Grundidee ist so bestechend wie einfach: Man nehme ein paar günstige Standard-Rechner, verbinde sie mit handelsüblicher Netzwerk-Technik und installiere frei verfügbare Software. Aus den vernetzten Rechnern wird auf diese Weise mit einfachsten Mitteln ein Parallelrechner. Damit haben Sie ein System, das für ein Minimum an Geld ein Maximum an Rechenleistung bietet. Die Installation verursacht bedeutend weniger Kosten als die Anschaffung eines einzigen Supercomputers mit etwa gleicher Leistung. Selbst bei Größenordnungen von mehreren hundert miteinander vernetzten Standardcomputern liegt der Preis um ein Vielfaches unter dem eines gleichwertigen Supercomputers. Dass diese Idee auch in der Praxis funktioniert, beweisen die zahlreichen Cluster, die bereits an Universitäten, Forschungsinstituten und in der Industrie entstanden sind. Dort modellieren sie die Entstehung von Galaxien und das globale Klima, sie analysieren Gensequenzen und sie stecken hinter den Spezialeffekten aus Hollywood. Ein Cluster kann jedoch auch ganz profane Dienste in Unternehmen verrichten. So beispielsweise als Lastverteilungs- oder Hochverfügbarkeitslösung in einem mittelständischen Unternehmen ? beispielsweise im Bereich von Datenbank- undWebservern. Über die Koppelung von Rechnern kann gewährleistet werden, dass auch nach dem Ausfall eines einzigen Servers kritische Systeme problemlos weiterarbeiten.
Bild: Cluster im Eigenbau: Auf »www.mini-itx.com/projects/cluster/« ist ein Cluster im Eigenbau aus 12 VIA-EPIA800-Rechnern beschrieben









