Virenscanner zentral verwalten (I)
Sicherheit für schmale IT-Budgets

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Egal wie gut Security-Software funktioniert, in Unternehmen gelten bei der Auswahl der Schutzsysteme andere Gesetze. Die Hauptanforderung ist eine zentrale Verwaltungs-Oberfläche für sämtliche Sicherheits-Tools. Teil 1 einer Serie zum Thema.

Vorteile zentraler Security-Verwaltung

Virenscanner zentral verwalten (I)

Erkennungsraten hin, Anti-Rootkit-Mechanismen her, wegen einer guten Virenfang-Quote allein öffnen Firmen ihre IT-Budgets schon lange nicht mehr, das wird schlicht vorausgesetzt. Und auf ein oder zwei Prozent Trefferquote in einem Vergleichstest kommt es den Entscheidern auch gar nicht mehr an. Am wichtigsten bei der Entscheidung für eine Virenschutz-Lösung ist eine zentrale Verwaltungskomponente für alle Sicherheitssysteme, denn sie bietet folgende Vorteile:

Zentrale Verwaltung aller PCs: Über eine Oberfläche haben Administratoren sämtliche Rechner im Blick. Sie installieren von der Steuerzentrale aus neue Programme, spielen Updates ein und passen die Einstellungen der Virenscanner an, alles über eine Remote-Verbindung.

Komplettschutz fürs Netzwerk: Über Richtlinien können Administratoren eine Security-Strategie für das gesamte Netzwerk definieren. PCs, die die geforderten Standards nicht erfüllen, bleiben draußen oder werden erst mit der nötigen Sicherheits-Software ausgestattet bevor sie Zutritt erhalten.

Immer auf dem aktuellsten Stand: Speziell bei Virenscannern sind stets aktuelle Signaturen nötig. Auch hier hilft die Verwaltungs-Software, die mit verschiedenen Strategien dafür sorgt, dass die Netzwerk-PCs schnellstmöglich mit allen Updates versorgt werden.

Gezieltes Monitoring: Sind alle Systeme richtig konfiguriert und auf dem aktuellsten Stand? Eine Überwachungsfunktion berichtet stets den aktuellen Stand.

Schnell reagieren im Notfall: Bei einem Virenausbruch im Unternehmensnetz müssen Admins kühlen Kopf bewahren. Die Management-Software hilft dabei, denn sie kann für den Notfall mit Automatiken Ausbrüche eindämmen.


Eine Oberfläche für alle PCs: Das Admin Kit bietet eine zentrale Verwaltung für alle Virenscanner.


Kostenloses Management-Kit als Beispiel

Virenscanner zentral verwalten (I)

Die Antiviren-Hersteller haben den Bedarf an einfachen Management-Oberflächen erkannt und liefern ausnahmslos Lösungen für ihre Virenscanner mit. In dieser dreiteiligen Praxis zeigen wir, wie Sie Ihr Unternehmensnetz mit dem Kaspersky Administration Kit sichern.

Eine Entscheidung für eine Management-Software ist auch gleichzeitig die Entscheidung für die Produkte eines Herstellers. Das ist zwar nicht weiter schlimm, denn ein Admin hat sicher besseres zu tun als zwölf verschiedene Virenscanner in seinem Netzwerk zu warten, trotzdem sollten sich die IT-Verantwortlichen vorher ausführlich mit den unterschiedlichen Lösungen auseinandersetzen. Ein Beispiel: Die vorgestellte Lösung von Kaspersky bietet im Vergleich zu McAfees ePolicy Orchestrator geringe Reporting-Funktionen. Die Frage ist jetzt: Reicht ein weniger detaillierter Report aus, ist er vielleicht sogar übersichtlicher und schneller auszuwerten? Oder fehlen vielleicht Informationen, die für das Unternehmen wichtig sind?

Ist die Entscheidung einmal gefallen, dann geht der Rest eigentlich ziemlich einfach. Das Kaspersky Admin Kit verursacht keine zusätzlichen Kosten. Das Nutzungsrecht der Management-Software ist im Paket des Virenscanners enthalten. Der Einsatz macht vom kleinen Büro mit drei Arbeitsplätzen bis zum Großunternehmen mit mehreren Standorten weltweit Sinn; und funktioniert auch gut.


Administrieren mit Kasperky

Virenscanner zentral verwalten (I)

Das Administration Kit besteht aus drei Komponenten:

Der Administration Server ist das Herzstück des Administration Kit. Er ist für die Installation und Deinstallation auf entfernten Rechnern zuständig, verwaltet Lizenzschlüssel, speichert die Einstellungen der verteilten Installationen ab, startet festgelegte Tasks, überwacht deren Ausführung, beobachtet den Schutzstatus der Antiviren-Lösung, aktualisiert die Antiviren-Datenbank sowie die Programm-Module, sammelt Daten für Statistiken und zeichnet Events auf, versendet Benachrichtigungen und erstellt Reports. Ein Server ist mindestens nötig, es ist aber auch möglich eine Hierarchie von Servern aufzubauen, in denen immer ein Master-Server so genannte Slave-Server koordiniert.

Ein Network Agent ist für die Kommunikation zwischen den zu überwachenden Clients und dem Administration Server zuständig; nur mit installiertem Network Agent kann der Server einen Client umfassend verwalten. Er empfängt die Tasks und verarbeitet die Informationen über Client-Einstellungen, die der Server verschickt. Er sendet dann seinerseits Statusmeldungen an den Server zurück.

Die Administration Console ist ein Snap-in für die Microsoft Management Console und arbeitet als Schnittstelle für den Administration Server. So können Administratoren bequem die Antivirus-Lösungen von Ihrem Arbeitsplatz aus verwalten.

Das Netzwerk wird übersichtlich in eine Baumstruktur gepackt.

Im zweiten Teil dieser Serie erfahren Sie, wie Sie das Admin Kit installieren, Software verteilen und die Virenscanner auf dem aktuellen Stand halten.