Sony verkauft nun doch keine Fabriken an Toshiba

Unternehmen

Die Chipfertigungsstätten des japanischen Unternehmens sollen, wie sich nun herausstellt, doch nicht an Toshiba abgetreten werden.

Toshibas Sprecher Keisuke Omori verneinte jegliche Gerüchte um eine mögliche Übernahme von Sony-Werken (wir berichteten). Auch Sony selbst ist überrascht: “Noch ist nichts konkretes beschlossen”, beruhigt Sonysprecher Tomio Takizawa. Damit dementieren die beiden Unternehmen die seit dem Wochenende kursierenden Marktgerüchte um einen möglichen Verkauf der Cell-Prozessoren werken. Der Cell-Prozessor ist ein Hochleistungschip, der in Zusammenarbeit mit IBM entwickelt wurde und unter anderem in der Playstation3 zum Einsatz kommt. Das japanische Wirtschaftsblatt Nikkei berichtete am Wochenende, Sony wolle dieses Fabriken für rund 630 Millionen Euro an Toshiba verkaufen um so das nicht profitable Chipbusiness loszuwerden.

Wie der SMH nun schreibt ist noch lange nichts beschlossen zwischen den beiden Unternehmen. Auch der geplante Verkaufspreis, sei ebenso wie der Rest der Nikkei-Meldung bisher reine Spekulation.

Trotz des Widerrufs wird Sony mit Verlusten in der Chipbranche zu kämpfen haben und ein Verkauf der Fabriken bleibt bis auf Weiteres zumindest nicht unwahrscheinlich. (mr)

Bild: Sony

Anklicken um die Biografie des Autors zu lesen  Anklicken um die Biografie des Autors zu verbergen