Mozilla lässt Thunderbird fliegen

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Eine neue Firma, vom Mutterschiff Mozilla mit 3 Millionen Dollar ausgestattet, soll den E-Mail-Client weiterentwickeln. Nach dem erfolgreichen Rezept des Firefox-Browsers.

Die Mozilla-Stiftung hat diese Absicht jetzt offiziell verkündet, nachdem zuvor bereits über eine solche Ausgliederung debattiert worden war. Einer der Gründe: Ausgerechnet der Erfolg von Firefox hatte zu einer Vernachlässigung des Donnervogels geführt, da immer wieder Entwickler von Thunderbird abgezogen wurden.

Die Zukunft soll zusätzliche Funktionen wie Instant Messaging, VoIP und mehr Kalenderintegration bringen. Mozilla hofft, dass sich um Thunderbird eine ähnlich starke Community bildet wie um den Firefox-Browser, dessen Entwicklung seinerzeit mit einem vergleichbaren Startkapital von zwei Millionen $ begann.

Der entscheidende Weckruf ging offenbar vom erfolgreichen Google Mail aus. Tristan Nitot, Präsident von Mozilla Europe:

„Natürlich muss man sich anhand von Webmailplattformen wie Gmail die Frage stellen, was ein E-Mail-Client auf dem Desktop anbieten muss, um erfolgreich zu sein. Um als zentrale Applikation der persönlichen Kommunikation zu dienen, wird es wahrscheinlich zu wenig sein, das bestehende Programm einfach beizubehalten. Wir brauchen kreative Ideen und Innovationen.“

Es reiche nicht aus, nur den Status quo abzusichern mit Updates für Sicherheit und Stabilität: „Wir wollen echte Neuerungen im Bereich E-Mail und Kommunikation vorantreiben.“

(bk)

pte

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